Die Wetteraussichten – Shitstorm über Ansgar

Wer dachte dass Fremdscham nach dem Dschungelcamp keine neuen Dimensionen mehr annehmen kann, der irrt gewaltig. Eindrucksvoll hat das heute der CDU-Abgeordnete Ansgar Heveling bewiesen. Mit Hilfe eines wirklich lächerlichen Artikels im Handelsblatt hat er es geschafft einen unnachahmlichen Shitstorm auf sich zu ziehen. Die Hashtags #Heveling und #hevelingfacts dominieren heute wohl Twitter und wer ein wenig sucht, der findet auch gleich noch die Nutzerdaten zu Hevelings – inzwischen gehackter – Homepage. Dort sind mittlerweile auch so amüsante Blogeinträge wie: „Ich habe versagt“ oder „Ich trete aus“ zu finden. Die Tatsache das die Seite immer noch Online ist zeigt auch, dass Herr Heveling wohl noch gar nichts von dem Trubel um seine Person weiß. Das erfährt er sicher erst morgen wenn ihm die Postkutsche ein entsprechendes Telegramm zustellt.

Schöner Artikel bei Netzpolitik.org zu Herrn Heveling

… und auch der Donaukurier weiß nettes zu berichten

UPDATE:
Offenbar ist jetzt die Seite doch off genommen worden.

UPDATE 2:
Seite scheint wieder online zu sein. Offenbar hat auch jemand das Passwort geändert 😉

Stop ACTA!

Stop ACTA!

Aus aktuellem Anlass nun auch von mir der Aufruf: „Stop ACTA!“

ACTA ist dass sogenannte Anti Counterfeiting Trade Agreement. Es soll vor allem geistiges Eigentum und das Urheberrecht schützen, behaupten zumindest die Initiatoren. Tatsächlich macht es IPSs für das verantwortlich was ihre Nutzer tun und zwingt sie dazu Mechanismen zu entwickeln, welche sie vor Schadenersatzforderungen und dergleichen schützen. Damit wiederum sind diese nahezu gezwungen den gesamten Datenverkehr ihrer Nutzer zu durchforsten und verdächtige Aktivitäten zu unterbinden. Zensur und Überwachung werden damit Tür und Tor geöffnet. User werden kriminalisiert und unter Generalverdacht gestellt. Die Netzneutralität und das Internet so wie wir es kennen und schätzen, wären dahin. Seine tatsächliche Aufgabe, nämlich das Urheberrecht zu schützen erfüllt ACTA damit nicht, sondern es dient lediglich der Macht einiger weniger Medienkonzerne, welche es versäumt haben früh genug auf den digitalen Zug aufzuspringen.

Es gibt noch die Möglichkeit ACTA zu stoppen und jeder ist aufgerufen mitzumachen.
Schreibt eure EU-Abgeordneten an und bittet sie, gegen ACTA und für das Internet zu stimmen.
Eine schöne Anleitung hierzu sowie weitere Informationen zu ACTA und eine ausführliche Broschüre findet man hier.

Außerdem gibt es zwei sehr interessante kurze Videos die das Thema gut zusammenfassen und erklären.

La Quadrature de Net: Say No to ACTA!

What is ACTA? von Anonymus

Bloggen, Schule und Motivation

Wie der eine oder andere sicherlich bereits mitbekommen hat, habe ich in letzter Zeit etwas nachgelassen was die Häufigkeit meiner Posts angeht. Genau genommen habe ich gar nichts mehr gepostet. Leider hat mich die Schule in letzter Zeit wieder so stark in Anspruch genommen, dass ich keine Zeit hatte irgendwas geistreiches zu posten. Hinzu kommt die Abgabe der Seminararbeit vor (mittlerweile schon wieder) zwei Wochen. Zum Glück ist das Ding auch noch gut rausgegangen. Allerdings hat sie ein Opfer gefordert. Die Festplatte meines MacBooks hat leider drei Tage vor Abgabe komplett den Geist aufgegeben. Mein Dank gebührt an dieser Stelle den Leuten die Dropbox erfunden und damit mein Leben gerettet haben. Ohne ein Cloud-Backup hätte ich meine Seminararbeit knicken können. Außerdem muss ich mich bei meiner Freundin bedanken, die durch meine Propaganda schon vor einiger Zeit auf den Mac-User-Zug aufgesprungen war und mir ihr MacBook zur Verfügung stellen konnte. War ich froh diese Arbeit endlich abgeben zu können und dann auch ne Platte in meinen Mac einbauen zu können.
Wer jetzt aber meint dass das schon ne ziemlich heftige Story sei, wenn einem drei Tage vor Abgabe die Platte abraucht, der irrt.

MacBook offen

So sieht das MacBook offen und ohne Platte (links unten) aus. (cc) by Tobias Sacher

Mit all den großen und kleinen Dramen rund um die Seminararbeit könnte man Bücher füllen. Eine Story soll allerdings nicht unerwähnt bleiben:
Ein Freund von mir wird spät des Nächtens von einem Lauten Schlag geweckt. Er macht das Licht an und entdeckt dass das IKEA-Regal überhalb seines Schreibtisches wohl das geballte Wissen von 24 Bertelsmann-Bänden nicht mehr ausgehalten hat, woraufhin das gesammelte Wissen der Welt auf sein Notebook gekracht ist. Zwar hatte er keinen fatalen Daten-Totalschaden zu verzeichnen, allerdings musste er ein paar Tage auf einem Kaputten Display weiterschreiben, auf dem lediglich noch drei Zeilen Text lesbar waren. Verglichen damit fühle ich mich nahezu gesegnet.

Ein weiterer Grund für meine Blog-Abstinenz in letzter Zeit war einfach ein „Lack of motivation“. Ich konnte mich einfach nicht aufraffen neben der Schule und dem alltäglichen Stress noch irgendwas zu machen was auch nur im geringsten meine geistigen Fähigkeiten fordert. Dementsprechend sammeln sich bei mir momentan auch unbeantwortete (wichtige) Mails und anderer Kram der einfach so liegenbleibt in der Hoffnung dass sich diese Probleme von selbst erledigen. Da dies aber sicher nicht geschehen wird, muss ich mich wohl wieder ans Werk machen.
Vielleicht ist das ja eine Art „Winterdepression“. Ich weiß es nicht… aber ich hoffe das es sich in den nächsten Tagen und Wochen wieder bessert.

Ab jetzt soll wieder jeden Tag (zumindest ein kleiner) Post folgen und ich werde auch mehr twittern.

In diesem Sinne… Pack ma’s 😉

How to open a beer bootle with your forearm

Was man nicht alles so findet bei der täglichen Recherche im Internet. Allerdings bezweifele ich, dass das mit ner deutschen Bierflasche ebenso funktioniert.
Ich bitte um Erfahrungsberichte.

Poker-Turnier: Erwartungen meets Realität

Endlich mal wieder ein Poker-Turnier! Und dann auch noch in meiner Stadt. Wer mich kennt weiß, dass Poker seit längerer Zeit ein großes Hobby von mir ist. Ich spiele regelmäßig mit Freunden und im Internet. Aber nichts kommt an ein Live-Turnier heran.
Dieses Wochenende war es also so weit. Es war erst das zweite Turnier in meinem Leben, nichtsdestotrotz ging ich, gemeinsam mit zwei Freunden, mit großen Erwartungen dort hin. Auf die ersten beiden Plätzen waren immerhin eine Playstation 3 bzw. eine X-BOX ausgelobt. Siegessicher betraten wir die Veranstaltungshalle, mussten aber sehr schnell feststellen, dass hier durchaus Leute dabei waren die das Spiel bescher beherrschten als wir. Zunächst konnte ich mich an meinem Tisch gut behaupten und habe auch mit dem ein oder anderen Bluff ordentlich Chips gutmachen können. Leider folgten später zwei schlechte Calls die mich ordentlich Chips gekostet haben. Die Blindlevels waren mit 20 Min. human gehalten. Allerdings wurde ich ziemlich bald an einen anderen Tisch mit mehreren Big-Stacks umgesetzt. Was mich in die missliche Lage des „Push-Fold“ brachte. Zwar ist es mir gelungen mittels eines All-Ins einmal wieder Chips gut zu machen, allerdings habe ich kurz darauf ein Paar Jacks derart schlecht gespielt, dass es mich mein Turnier-Leben gekostet hat. Zumindest bin ich nicht als erster, sondern eher im Mittelfeld ausgeschieden. Insgesamt waren wohl 66 Spieler anwesend. Leider haben auch meine beiden Kumpels nicht wesentlich länger durchgehalten als ich. Zumindest haben wir uns danach noch einen ordentlichen Burger in einem ausgezeichneten mexikanischen Restaurant reingehauen. Das hat zumindest über den Verlust der 15€ Buy-In und die nicht gewonnene Konsole hinweg getröstet. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben und hoffe auf das nächste spannende Turnier.
Wenn jemand weiß, wo in Bayern demnächst Turniere stattfinden, kann ja hier mal einen kurzen Tipp abgeben. Bis dahin werde ich wohl mein Glück weiter im Internet versuchen.

Die Seminararbeit und die (beinahe) MacBook-Katatstrophe

Seit Wochen bastele ich an meiner Seminararbeit rum und bin noch nicht so richtig vorwärts gekommen. Allerdings erlebte ich in den letzten Tagen einen wahren Kreativschub, was möglicherweise auch mit dem nahenden Abgabedatum (16. Jan.) zusammenhängt.
Die Seminararbeit ist eine jener Hürden, welche man auf dem Weg zum Abitur in der BOS nehmen muss. Hiermit soll man an dass Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, wie in der Uni beispielsweise, herangeführt werden. Keine schlechte Sache, zumal ich mich Profimäßig vorbereitet habe. Meine Arbeit schreibe ich mit Scrivener ein Tool, das ich jedem der viel schreibt wärmstens empfehlen kann.
Dumm nur wenn man das Scrivener-File, anders als alle anderen wichtigen Dateien nicht in Dropbox sichert um ein entsprechendes Backup zu haben. Macht nix, dafür haben wir ja TimeMachine. Blöd aber wenn das letzte Backup zwei Tage her ist und man in der Zwischenzeit ordentlich was geändert hat.
So kommt der Tag der ja nun irgendwann kommen muss, dein MacBook streikt. Aber es streikt nicht irgendwie, sondern total und ohne Gnade. Lustig hierbei ist, dass mich gestern ein Freund besuchte (nennen wir ihn MD), da jener überlegt sich ebenfalls einen Computer aus dem Hause Apfel zu holen. „Klar kannst du mal vorbeikommen und mal mit meinem MacBook rumspielen“ antwortete ich als er mich gestern Mittags anrief. Gesagt getan, MD kommt Abends, setzt sich an den Mac, schaut ein wenig rum und plötzlich…. FREEZE! Einfach so, ohne Vorwarnung. Manch einer nennt es den berühmten Vorführeffekt, andere „Murphy’s-Law“, ich nenne es „kurz-davor-die-blöde-Kiste-in-den-Flammen-des-Schicksalsbergs-zu-verbrennen-Syndrom“. Selbst nach einem Neustart fror mir mein Book nach kurzer Zeit wieder ein. Angstschweiß, Tränen, Wut, Verzweiflung erst in solchen Situationen merkt man, welche Reaktionen und Emotionen dieser kleine Kasten aus kühlem, silbern glänzendem Aluminium bei einem hervorrufen kann. Das Festplatten-Dienstprogramm förderte im Recovery-Mode leider auch nichts wirklich erfreuliches zu Tage. „Das Volume kann nicht repariert werden“ war keinesfalls eine beruhigende Aussage des Systemtools.
Glücklicherweise ist mir jedoch, mit der Geduld eines Zen-Mönchs, noch gelungen ein Backup von meiner Seminararbeit in Dropbox zu erstellen, bevor ich die ganze Kiste mittels TimeMachine wieder zwei Tage in die Vergangenheit zurückkatapultiert habe.
Was kann es schöneres geben als die halbe Nacht damit zu verbringen sehnsuchtsvoll auf den Fortschrittsbalken am Bildschirm zu blicken und zu hoffen, dass alles reibungslos verläuft und man sich gleich wieder ans Werk machen kann (s. Bild).

Wiederherstellung

Foto (cc) by Tobias Sacher

Noch nie habe ich mich so darauf gefreut das Seminararbeits-File wieder öffnen und weiterarbeiten zu können wie gestern Nacht um halb drei.
Warum tun Computer uns so etwas an? Ich sah die Beziehung zwischen mir und meinem Mac schon gescheitert, so tief verletzt war ich von seiner plötzlichen Arbeitsverweigerung. Aber was gibt es schöneres als sich nach so einem kurzen und heftigen Streit wieder zu vertragen. Nur der Versöhnungs-Sex musste ausfallen.

 

Und was lernen wir daraus?

  • Das Backups ne echt geile Erfindung sind, genauso wie Cloud-Storage (wenn man sie denn beide nutzt)
  • Das ich meinen Mac immer noch liebe
  • Das MD sich vielleicht doch keinen Mac kaufen sollte, da er offenbar einen schlechten Einfluss auf Äpfel hat

Buch-Review: Der Fall Collini

Der Fall Collini

Der Fall Collini - (cc) by Tobias Sacher

Mit „Schuld“ und „Verbrechen“ legte Ferdinand von Schirach bereits zwei Bände mit Kurzgeschichten aus seiner Karriere als Strafverteidiger vor.
„Der Fall Collini“ ist sein erster Roman, man kommt jedoch nicht umhin zu denken dass er auch hier Erlebnisse seines Lebens als Anwalt verarbeitet. Ein kurzes Review zu einem meiner Weihnachtsgeschenke aus 2011.

Story:
Der junge Strafverteidiger Caspar Leinen hat eben sein Studium beendet und seine eigene Kanzlei eröffnet, da übernimmt er, wie viele junge Anwälte, eine Pflichtverteidigung. Allerdings handelt es sich nicht um ein alltägliches Verbrechen. Ein Italiener der seit vielen Jahren in Deutschland lebt und sich noch nie etwas hat zu Schulden kommen lassen, erschießt kaltblütig einen Mann. Als sich herausstellt das es sich bei dem Toten auch noch um den Großvater von Leinens besten Jugendfreund handelt, droht der Fall für ihn zur Zerreißprobe zu werden. Bei seinen Nachforschungen nach den Motiven taucht Caspar Leinen ab, in die juristische deutsche Nachkriegsgeschichte und fördert erstaunliches zu Tage.

Fazit:
Schirach schreibt klar und verständlich, er versteht es meisterhaft komplexe juristische Zusammenhänge einfach herunterzubrechen. Seine klare und prägnante Sprache fesselt den Leser und lässt einen ohne große Umschweife direkt am Geschehen teilhaben. Manch einer behaupten von Schirachs Stil sei lakonisch, dass denke ich jedoch nicht. Er weiß es geschickt mit wenigen Worten viel zu sagen und ich bin seit seiner beiden ersten Bücher ein wahrer Fan von ihm geworden.
„Der Fall Collini“ ist zwar mit knapp 200 Seiten ein eher dünnes Buch, welches ich innerhalb eines Tages verschlungen habe, dies tut der Qualität der Erzählung jedoch keinen Abbruch. Die „Enthüllungen“ gegen Ende des Prozesses sind zwar irgendwie vorhersehbar, die Erläuterung der juristischen Sachverhalte dazu sind aber erstaunlich, zumal es sich hierbei um Tatsachen handelt. Diese geben Einblick in die Art und Weise wie man versucht hat die Verbrechen in der deutschen Geschichte mittels juristischer Tricks quasi ungeschehen zu machen.
Ein sehr spannender und interessanter Roman, der auf weitere Geschichten aus der Feder von Ferdinand von Schirach hoffen lässt.

Hier geht’s zum Buch auf Amazon (Amazon Partner-Link)

Rating: ★★★★★ 

Film-Review: The Darkest Hour

via upcoming-movies.com

via upcoming-movies.com

Wie die meisten ja wahrscheinlich schon mitbekommen haben, gehe ich, zusammen mit meiner Freundin, sehr gerne und häufig ins Kino.

Vor ein paar Tagen haben wir uns den neuesten „Die-Menschheit-muss-eine-Alieninvasion-überleben-Film“ angesehen der aktuell in den Lichtspielhäusern gezeigt wird: „The Darkest Hour“.

Story:

Zwei junge Internet-Startup-Unternehmer aus den USA reisen nach Moskau um dort ihr Geschäftsmodell vorzustellen. Leider ist Ihnen ein Konkurrent bereits zuvorgekommen weswegen beide Abends versuchen ihren Frust in einem russischen Szeneclub zu ertränken. Dort treffen sie auf zwei weitere Amerikanerinnen welche sie bereits zuvor im Internet kennengelernt haben. So viel zur Vorgeschichte. Dann beginnt die Alieninvasion. Die Außerirdischen haben zunächst keine Gestalt sondern sind orangefarbene Lichtkugeln die sich auch unsichtbar machen können und scheinbar alle lebende Materie pulverisieren. Für die Protagonisten beginnt ein Überlebenskampf gegen einen übermächtigen Feind im nahezu verlassenen Moskau.

Umsetzung:

Prinzipiell ist der Film gut gemacht und jeder der schon mal in Moskau war weiß das es sicherlich nicht einfach ist den Roten Platz mal von all den Menschenmassen zu befreien. Die verlassene Millionenmetropole wirkt authentisch, besonders aufgrund der häufigen Darstellung bekannter Landmarks. Die Animationen sind größtenteils gelungen, lediglich die Darstellung der Aliens zum Schluss hin hat mir nicht gefallen. Die Umsetzung in Real3d ist angemessen auch wenn es meiner Meinung nach auch ohne 3D gegangen wäre.

Fazit:

Als wir im Kino waren haben den Film noch genau fünf andere Leute angesehen. Was ich schon erstaunlich fand.

Die Story ist zu Beginn packend und spannend erzählt, später verlieren die Aliens aber ihren anfänglichen Schrecken und das ständige „Run and Hide“ mit den Außerirdischen wird ein wenig anstrengend. Auch die Darstellung der Widerstandskämpfer und der Anit-Alien-Waffe fand ich ein wenig arg absurd.

Insgesamt kann man sagen ist „The Darkest Hour“ ordentliches Popcorn-Kino mit einigen inhaltlichen Schwächen für den es nicht unbedingt einer 3D-Umsetzung bedurft hätte.

Dafür gibt es 3 von 5 Sternen

Rating: ★★★☆☆ 

Hier der deutsche Trailer:

2012 – The End Is Near! – Ein Ausblick

Zunächst einmal: Frohes Neues! Ich hoffe Ihr seid alle gut hineingerutscht ins neue Jahr.

Neues Jahr, neues Glück. Wir haben jetzt 2012 – also ist es Zeit für einen kleinen Ausblick auf dieses neue Jahr.
Was erwartet uns, was kommt auf uns zu und was geht uns jetzt schon auf die Nerven?

2011 war das Jahr der Rebellion und der gestürzten Despoten. Bedeutet das jetzt das es in unserer Welt in diesem neuen Jahr fairer und gerechter zugehen wird? Wahrscheinlich wieder einmal nicht. Ich frage mich zwar was Ahmadinedschad jetzt bei den wöchentlichen Treffen des „Fiese-Diktatoren-und-Dispoten e.V“ macht, jetzt wo Kim-Jong-Il auch nicht mehr da ist, aber ich denke mit dessen Sohn hat sich ein entsprechender Nachfolger gefunden. Geht es eigentlich nur mir so oder wirkt Kim-Jong-Un wie eine koreanische Version von Dudley Dursley? So ein zu dick geratenes und einfältiges Einzelkind das jedem sofort auf den Wecker geht.
Aber die Menschen in Nordkorea finden das sicherlich nicht so erheiternd und ich kann mir leider auch nicht wirklich vorstellen das sich an der Situation der Menschen dort großartig etwas ändern wird.
2012 wird ohne Zweifel ein Jahr großer politischer Herausforderungen. Wir müssen den Euro retten, eigentlich die ganze europäische Idee und am besten Amerika gleich mit. Die sind ja wieder mal quasi Zahlungsunfähig. Das bin ich zwar auch, nur hat irgendwie keiner richtig Bock mich zu retten. Außerdem wird in Amerika wieder gewählt. Es wird sich zeigen ob die amerikanische Bevölkerung Obama noch eine Runde gewährt oder ob sie ihn für sein zeitweise miserables Krisenmanagement und die kaum eingehaltenen Wahlversprechen abstrafen.
Im neuen Jahr zeigt sich auch ob die „Arabellion“ (furchtbares Wort) auch nachhaltig etwas an der politischen Situation in der arabischen Welt ändern konnte und kann. Hoffen wir dass diese beispiellose Bewegung nicht den Weg für religiösen Fanatismus und weitere Despotie geebnet hat, sondern für mehr Demokratie, Freiheit und Wohlstand sorgt.

Das spielt aber vielleicht auch gar keine Rolle mehr, denn schenkt man all den selbsternannten Weltuntergangspropheten glauben, dann sieht es für uns alle sowieso nicht sonderlich rosig aus. Sollte also nächstes Jahr um diese Zeit bereits alles vorbei sein und uns die Apokalypse vom Antlitz dieser Welt hinweggefegt haben? Und wenn ja, ist es dann wenigstens halbwegs gut animiert? Wie sieht die Apokalypse überhaupt aus? Meteoriten? Naturkatastrophen? Ein Atomkrieg? Oder vielleicht doch Zombies (oder noch schlimmer Nazi-Zombies)?
Fragen über Fragen die sich nicht so auf die Schnelle beantworten lassen und ich denke es sind auch Fragen die wir nicht jetzt schon beantworten müssen. Spoilern ist ja bekanntlich nicht sonderlich cool.
Zum Glück habe ich mich bereits umfassend auf das kommende Ende der Welt vorbereitet und mir ein Überlebenshandbuch (Amazon-Partnerlink) besorgt. Hoffentlich bleiben beim Weltende wenigstens ein paar Autos ganz, damit ich mir stilecht eine postapokalyptische Rüstung aus Autoteilen basteln kann.

Bevor jedoch die Reiter der Apokalypse auf ihre Pferde steigen gibt es für uns, auch abseits der politischen Spielfelder, noch einiges zu tun.
Zum Beispiel steht für mich persönlich das allgemeine Abitur auf der Agenda und der damit verbundene Lernstress und ich mache mir sicherlich nicht die ganze Arbeit um dann am Jahresende dazustehen und mir zu denken: „Fuck, it’s the apocalypse!“
Deswegen hoffe ich einfach mal das alle, von den Mayas über Nostradamus, bis zu Roland Emmerich sich geirrt haben und die Welt nicht untergeht.

Hoffen wir auf ein interessantes, innovatives und beeindruckendes 2012.
Wir sollten das Beste daraus machen, denn denkt immer daran Freunde: „The End Is Near!“