Film-Review: Haywire

Mit Haywire hat Steven Soderbergh dieses Jahr einen neuen Actionstreifen in die Kinos gebracht. Denkt man beim Trailer zunächst an rasante Action wie bei Jason Bourne, stellt man schnell fest dass der Film musikalisch sowie bildtechnisch eher der Ocean’s-Reihe ähnelt. Doch der Reihe nach.

Haywire

Haywire (via onlinemovieshut.com)

Story:

Mallory Kane ist eine Frau für schwierige Aufträge. Als Angestellte einer privaten „Sicherheitsfirma“ wird sie an Regierungen für spezielle Missionen verliehen. Doch Sie wird von ihren Auftraggebern nach einer Mission verraten und soll sterben. Ihren heimtückischen Mörder kann sie jedoch bezwingen und versucht fortan ihres ehemaligen Auftraggebers Kenneth habhaft zu werden um diesen zur Rechenschaft zu ziehen.

Fazit:

Soderbergh liefert mit Haywire einen, wie ich finde, recht vernünftigen Thriller ab. Einige der Verfolgungsszenen wirken jedoch ein wenig langatmig und auch etwas merkwürdig, da die musikalische Untermalung teilweise gar keine Spannung aufkommen lässt. Sie erinnert, wie oben bereits erwähnt stark an die Ocean’s Reihe und ist zwar qualitativ sehr gut, aber für diese Art Film kaum passend.
Leider muss ich auch sagen, dass sich der Streifen teilweise sehr in die länge zieht und einige der Wendungen durchaus vorhersehbar sind.
Alles in allem ist Haywire solides Popcorn-Kino ohne größere Neuheiten oder Überraschungen.
Deshalb 3 von 5 Sternen.

Rating: ★★★☆☆ 

Trailer:

Iron Sky – We Come In Peace!

Endlich ist es soweit. Der wohl abgedrehteste Film seit langem kommt endlich in die Kinos und pünktlich zu Berlinale gibt es nun auch einen neuen Trailer.
Die Rede ist von Iron Sky, einem Independent-Film der nahezu ausschließlich durch Crowdfunding finanziert wurde.
Die (abgefahrene und eigentlich lächerliche) Story ist schnell erzählt. Bei Kriegsende 1945 fliehen einige Nazi-WIssenschaftler und Soldaten, welche bis dahin in einer streng geheimen Basis in der Antarktis lebten, mit einem Nazi-Ufo auf den Mond und errichten auf dessen dunkler Seite eine Raumstation. Von hier aus starten sie 2018 mit Ufos und Space-Zeppelinen ihren Angriff auf die Erde um ein für alle mal Rache zu nehmen und die Welt zu erobern. Hier nimmt man die Bedrohung wohl zunächst nicht ernst, insbesondere die amerikanische Präsidentin (welche im Film stark an Sarah Pallin erinnert) scheint sich köstlich über die Raum-Nazis zu amüsieren.

Iron Sky - We Come In Peace! (c) ironskyfilm

Wenn man den Trailer ansieht merkt man gleich, dass sich der Film selbst nicht unbedingt ernst nimmt. Die Charaktere wirken ziemlich abgedreht und alleine die Idee der sogenannten „Reichsflugscheiben“ ist so verrückt, dass sie schon wieder cool ist. Er wirkt aber dennoch sehr professionell gemacht und der Teaser macht wirklich Lust auf den Streifen. Neben einigen unbekannten Schauspielern flimmern unter anderem auch manche bekannte Deutsche wie Udo Kier (den Command & Conquer Fans als Yuri bekannt) und Julia Dietze über die Leinwand.
Seit ich von diesem Projekt gehört habe, freue ich mich bereits auf den Film, nicht nur wegen der wirklich verrückten Storyline sondern auch weil er beweist dass eine Handvoll Leute, die ein gemeinsames Ziel haben, viel erreichen kann (ich meine hier die Filmcrew, nicht die Space-Nazis). Crowdfunding wird immer beliebter und scheint sich offenbar besonders für Filmproduktionen zu eignen, wie auch das Beispiel Stromberg zeigt.

Der Film soll am 04. April 2012 in die Kinos kommen. Ein Besuch auf der Film-Homepage (s. Oben) lohnt sich auf jeden Fall, hier gibt es auch einen coolen Comic zur Vorgeschichte.

Und hier der Trailer:

[Bild via flickr (c) ironskyfilm]

Film-Review: The Darkest Hour

via upcoming-movies.com

via upcoming-movies.com

Wie die meisten ja wahrscheinlich schon mitbekommen haben, gehe ich, zusammen mit meiner Freundin, sehr gerne und häufig ins Kino.

Vor ein paar Tagen haben wir uns den neuesten „Die-Menschheit-muss-eine-Alieninvasion-überleben-Film“ angesehen der aktuell in den Lichtspielhäusern gezeigt wird: „The Darkest Hour“.

Story:

Zwei junge Internet-Startup-Unternehmer aus den USA reisen nach Moskau um dort ihr Geschäftsmodell vorzustellen. Leider ist Ihnen ein Konkurrent bereits zuvorgekommen weswegen beide Abends versuchen ihren Frust in einem russischen Szeneclub zu ertränken. Dort treffen sie auf zwei weitere Amerikanerinnen welche sie bereits zuvor im Internet kennengelernt haben. So viel zur Vorgeschichte. Dann beginnt die Alieninvasion. Die Außerirdischen haben zunächst keine Gestalt sondern sind orangefarbene Lichtkugeln die sich auch unsichtbar machen können und scheinbar alle lebende Materie pulverisieren. Für die Protagonisten beginnt ein Überlebenskampf gegen einen übermächtigen Feind im nahezu verlassenen Moskau.

Umsetzung:

Prinzipiell ist der Film gut gemacht und jeder der schon mal in Moskau war weiß das es sicherlich nicht einfach ist den Roten Platz mal von all den Menschenmassen zu befreien. Die verlassene Millionenmetropole wirkt authentisch, besonders aufgrund der häufigen Darstellung bekannter Landmarks. Die Animationen sind größtenteils gelungen, lediglich die Darstellung der Aliens zum Schluss hin hat mir nicht gefallen. Die Umsetzung in Real3d ist angemessen auch wenn es meiner Meinung nach auch ohne 3D gegangen wäre.

Fazit:

Als wir im Kino waren haben den Film noch genau fünf andere Leute angesehen. Was ich schon erstaunlich fand.

Die Story ist zu Beginn packend und spannend erzählt, später verlieren die Aliens aber ihren anfänglichen Schrecken und das ständige „Run and Hide“ mit den Außerirdischen wird ein wenig anstrengend. Auch die Darstellung der Widerstandskämpfer und der Anit-Alien-Waffe fand ich ein wenig arg absurd.

Insgesamt kann man sagen ist „The Darkest Hour“ ordentliches Popcorn-Kino mit einigen inhaltlichen Schwächen für den es nicht unbedingt einer 3D-Umsetzung bedurft hätte.

Dafür gibt es 3 von 5 Sternen

Rating: ★★★☆☆ 

Hier der deutsche Trailer: